
Outdoor-Holz-ABC
Die Wahl des richtigen Holzes beeinflusst die Haltbarkeit deiner selbstgebauten Outdoor-Lounge

Lärche
Lärchenholz enthält viel Harz, ist natürlich wasserabweisend und besitzt eine hohe Witterungs- und Pilzresistenz. Es vergraut schön und bleibt strukturell stabil.

Eiche
Eiche ist schwer, hart und reich an Gerbsäuren, die das Holz auf natürliche Weise gegen Pilze und Insekten schützen. Gut für massive Outdoor‑Konstruktionen.

Douglasie
Douglasie ist harzreich, formstabil und fest. Sie hat eine gute natürliche Dauerhaftigkeit und hält Feuchtigkeit sowie UV‑Strahlung gut aus.

Robinie
Robinie ist das dauerhafteste europäische Holz. Sehr hart, sehr zäh, extrem witterungsbeständig - ideal für Gartenmöbel.

Fichte / Tanne
Fichte und Tanne sind leicht und gut zu verarbeiten, besitzen aber eigentlich keine gute natürliche Dauerhaftigkeit. Mit Lasur oder Imprägnierung und gutem konstruktivem Holzschutz kann das Holz wird die Haltbarkeit erhöht.
Wir empfehlen es trotzdem häufig, da dieses Holz einfach am günstigsten ist und auch 10 Jahre oder länger hält.

Thermoholz
Durch die thermische Behandlung wird das Holz deutlich formstabiler, widerstandsfähiger und unempfindlicher gegenüber Feuchtigkeit. Es ist eine nachhaltige Alternative zu Tropenhölzern.
Gut geshoppt ist halb gebaut!
Tipps für den Einkauf der Materialien
Du gehst in den Baumarkt, holst dein Holz und fährst es nach Hause. Beim Vorbereiten deines Projektes siehst du, dass die Latten krumm sind. Die erneute Fahrt zum Händler kannst du dir sparen, wenn du diese Tipps beherzigst.

Achte darauf, dass dein Holz gerade ist
Siehst du die krumme Latte im Bild? Auch das erhältst du im Baumarkt. Achte darauf, dass deine Holzlatten und -balken gerade gesägt sind und sich nicht verformt haben. Wenn du unsicher bist, lege die Latte auf den Boden. Der ist (meist) gerade und eine Krümmung im Holz ist sofort erkennbar.

Nimm´ die richtige Farbe
Die Wahl der richtigen Holzfarbe prägt sowohl die Optik als auch die Langlebigkeit. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen natürlichen Ölen, Lasuren und deckenden Farben. Für Outdoor‑Lounges empfiehlt sich meist ein UV‑beständiges Öl oder eine offenporige Lasur, da sie das Material schützen und gleichzeitig die natürliche, skulpturale Wirkung des Holzes erhalten.

Kaufe nicht die billigsten Schrauben
Im Outdoor-Bereich empfiehlt sich Edelstahl wegen seiner Korrosionsbeständigkeit.
Torx-Schrauben ermöglichen durch ihre sternförmige Aufnahme eine besonders gute Kraftübertragung beim Einschrauben und verhindern, dass das Bit im Kreuzschlitz durchdreht.
Holzschutz
Weißt du, was "konstruktiver Holzschutz" ist? Wenn Holz atmen kann, dann ist die Gefahr von starker Verwitterung und Fäule geringer, weil Wasser ablaufen und das Holz besser trocknen kann. Konstruktiver Holzschutz bedeutet bei uns, dass wir absichtlich Zwischenräume, wie etwa solche durch Unterlegscheiben, in die Konstruktionen eingearbeitet haben. Wenn du bei deinen Möbeln diese sogenannte Hinterlüftung realisierst, hält das gute Stück länger.

Eine Hülle ist der beste Schutz
Schutzhüllen schützen Holz, weil sie die wichtigsten Verwitterungsfaktoren zuverlässig abblocken. Sie halten UV‑Licht fern, das sonst das Lignin zersetzen und die Oberfläche vergrauen würde. Gleichzeitig verhindern sie Regen und Feuchtigkeit, sodass das Holz nicht quillt, reißt oder von Pilzen befallen wird. Auch Wind, Schmutz und Temperaturschwankungen erreichen das Material kaum noch, wodurch Abrieb und Spannungsrisse reduziert werden. Insgesamt wirkt eine Hülle wie ein passiver Schild, der die Oberfläche entlastet und die Lebensdauer des Holzes deutlich verlängert.

Streichen hilft auch
Lasieren ist ein wirksamer Schutz für Outdoor‑Möbel, weil die Lasur tief ins Holz eindringt und es von innen heraus stabilisiert. Sie blockiert UV‑Strahlung, die sonst das Lignin zersetzen und die Oberfläche vergrauen würde. Gleichzeitig macht sie das Holz wasserabweisend, sodass Regen nicht eindringen kann und Quellen, Risse oder Pilzbefall deutlich reduziert werden. Da Lasuren diffusionsoffen bleiben, kann eingeschlossene Feuchtigkeit trotzdem entweichen – das Holz „atmet“ weiter. So entsteht ein flexibler, natürlicher Schutzfilm, der die Lebensdauer von Gartenmöbeln spürbar verlängert und die Oberfläche optisch frisch hält.

Oder lass´ sie einfach stehen
Die Lounge im Bild ist "schon immer da". Sie steht seit rund 30 Jahren in den Alpen auf etwa 1860 Metern und ist dort extremen Wetterbedingungen wie Regen, Sonne, Eis und Schnee ausgesetzt. Ja, das nimmt das Holz mit, zerstört es bei richtiger Belüftung aber nicht. Es entsteht durch die Witterung sogar eine Art Schutzschicht. Diese Vergrauung schützt das Holz passiv und wirkt wie eine Opferschicht. Sie ist bereits UV-geschädigt und kann nicht weiter zerstört werden, sie gibt Feuchtigkeit schneller ab, da sie offenporig ist und es ist keine Beschichtung, die abblättern kann. Achtung: Lärche, Douglasie und Eiche altern besser als Fichte. Nimm auf keinen Fall Buche für deine Outdoor-Möbel!